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Considering a song, a complete long player, or the band itself as being good or not is always subjective and mostly a matter of taste.
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Squarewell - Two Toy Model CD


milli 013 - reviews

Squarewell sind einige der wenigen Bands, die recht unpeinlich und ohne übermäßig anachronistisch daherzukommen, die Symbiose aus Emo und klassischen Punk und Hardcore suchen und diese auch finden.
Neue musikalische Wege beschreitet man hier natürlich nicht, doch dies war wahrscheinlich auch noch nie das Hauptanliegen der Band, die sich auf "Two Try Model" technisch versiert und doch niemals ohne die nötige emotionale und atmosphärische Erdung zeigt.
Squarewell dürften damit eine Menge Menschen im Spannungsfeld von frühen Boy Sets Fire und einem Rundumschlag der Roster von Labels wie Immigrant Sun, Initial oder auch einigen Victory-Kapellen durchaus glücklich machen. Auch wenn hier und da noch ein paar gesangliche Spitzen fehlen und auch die Produktion nicht immer ganz die Brillanz aufweist, wie man sie für solche Musik fast erwarten muss. Nichtsdestotrotz beweisen Squarewell eindrucksvoll, dass dieses Genre noch lange nicht tot ist und auch anno 2005 noch viele neue und interessante Gesichter zu bieten hat, die hoffentlich bald die Jugendzentren und kleinen Clubs der Region beackern werden.


 


Millipede, das kleine sympatische Label aus Nürnberg, überrascht mit einer Veröffentlichung aus Übersee, die drüben auf Shrodinger Music erschienen ist. Vielleicht hat man im alten Europa von der Band noch nicht viel gehört, aber man darf getrost annhemen, dass sich das in Kürze ändern wird. Ein Blick auf den Produzenten zeigt, wo es lang geht. John Naclerio hat mit Bands wie MATCHBOX ROMANCE oder BRAND NEW zusammen gearbeitet, und da befinden sich SQUAREWELL in bester Gesellschaft. Sie alle pflegen diese aggressive und rhythmusbetonte, teils hymnische Spielart des Hardcore, immer sehr emotional und eher weniger auf Melodie bedacht. Das ist genau die Trendmusik, die auf den führenden Labels den Melodycore abgelöst hat. SQUAREWELL jedenfalls, haben alles, was es braucht, um in Zukunft für Furore zu sorgen, mich würde es also nicht wundern, wenn das nächste Album auf einem grossen Label erscheint.


 


Liebe LeserInnen dieser Zeilen, wenn Ihr bei dem Wort ELLIOTT nicht sofort an den Disney Film über das Schmunzelmonster, sondern eher an die leider bereits aufgelöste Band gleichen Namens denken müsst, deren beiden Alben "US Songs" und "False Cathedrals" die Emo Gemeinde weltweit zu begeistern wussten, dann kommt hier ein riesengrosser Tip auf euch zu: SQUAREWELL dürften nämlich gerade erst genanntes Album mehr als einmal gehört und verinnerlicht haben. Und wie es der Zufall (?) so will, kommen die Herren ebenso wie ELLIOTT aus Luisville, USA, Nachtigall, ick hör dir...ihr wisst schon. Aber damit hier nicht der Verdacht aufkommt, es handelte sich bei SQAREWELL um eine blosse Plagiatband, sei angemerkt, dass auch Fans älterer BOYSETSFIRE sowie Anhänger von neueren Meistern des Emocore wie THURSDAY an "Two Toy Model" ihre wahre Freude haben dürften. Ein wirklich überaus begeisternder Mix aus knackigen Hardcore Rhythmen, mal flirrend-melodischen mal kräftig rockenden Emo-Gitarren und einem mehr als fähigen Sänger, ausgestattet mit einer warmen, immer druckvoll- klaren Produktion, die einem das Gefühl gibt, beim Club Konzert in der ersten Reihe zu stehen, wartet darauf, von euch entdeckt zu werden. Der Opener "A Recommended Memoir" gibt sich zunächst noch etwas sperrig und windet sich in den Gehörgängen, bevor man ihn richtig zu fassen bekommt, dann aber wird hier schon mächtig viel Potential offenbart. Und die nachfolgenden "Elementary" und "Chapter Of Fiction" kommen dann gleich als vollwertige Hits für Emo Disco wie Auto Tape Deck gleichermassen daher. Gerade "Chapter Of Fiction" ist ein formvollendeter Kracher, der wehmütige Erinnerungen an Frühneunziger Hardcore mit emotionaler Kante aufkommen lässt, als Screamo höchstens noch eine fixe Idee in manchen Hinterköpfen war. Und damit sind wir auch schon mittendrin, die Besonderheit dieser Platte hervorzuheben: Die Musik von SQUAREWELL hat Charisma, Ehrlichkeit und soviel Gefühl, dass heutige Kapellen, die emotionales Leiden nur durch markiges Brüllen und weinerliches Säuseln ausdrücken können, nur davon träumen können. Einen so mitreissenden und tief gehenden Song wie "Inanimate" kriegen jedenfalls 90 % der Bands, die mit ihrem einfach viel zu vorhersehbaren Mix aus Emo, Metal und HC momentan durchstarten, auf Songwriting Ebene im Leben nicht mehr hin, von der gesanglichen Leistung gar nicht zu reden.

i call it my fate
i call it insecurity
addiction
and this chapter of fiction


we`re scared of what we don't know
we`re scared of what we don't control

Fazit: Wer den Begriff Emocore immer noch als 'Emotional Hardcore' versteht, braucht dringend diese Platte, denn SQUAREWELL zeigen, dass dieses Genre auch noch ohne Plattitüden und dafür mit tonnenweise Tiefgang und Gefühl funktionieren kann. Don't Miss It Tip! Empfohlener Promosticker: Für Fans von ELLIOTT // BOYSETSFIRE // SUNNY DAY REAL ESTATE // FALLING FORWARD // THE BLACKTOP CADENCE Bekommen könnt ihr die CD am besten beim Label selber oder über den Mailorder von GREEN HELL!


 

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